Deutsch-Japanischer Sportjugend-Simultanaustausch

In den Sommerferien 2011 nahm der BVS im Zuge des Deutsch-Japanischen-Simultanaustausches eine Gruppe Japaner auf und präsentierte ihnen eine Woche lang unser schönes Südbaden. So besuchten wir den Europapark, waren auf dem Titisee Tretboot fahren und grillten in Kirchzarten beim Clubheim. Als die Japaner abreisen mussten flossen einige Tränen, doch die Erinnerungen an eine unvergessliche Woche blieben. Als ich dann ein halbes Jahr später die Chance bekam, mich für die Japanfahrt zu bewerben, packte ich diese beim Schopf und so hieß es schon bald für mich „AUF NACH JAPAN“.

Die badische Sportjugend reiste drei Wochen lang in der Region Hokushinetsu an der japanischen Westküste entlang und besuchte dabei die Präfekturen Fukui, Ishikawa und Niigata. Neben zahlreichen Sportaustauschen und japanischer Kultur pur, bekamen wir durch unseren Gastfamilien einen Einblick in das typische Leben eines Japaners. Dank zahlreicher kultureller Unterschiede, darunter der wohl auffälligste, die Sprache, kam es immer wieder zu lustigen Situationen. In solchen Momenten fehlender Kommunikation diente uns neben extremer Körpersprache vor allem der Sport, um das Eis zwischen uns und unseren japanischen Freunden zu brechen. Dabei durften wir neben Softvolleyball, Basketball und Unihockey auch exotische Sportarten, wie zum Beispiel Kendo ausprobieren. So sammelten wir zahlreiche Erfahrungen, die wir auf einer normalen Reise so nicht hätten erleben können. Es warteten viele Überraschungen auf uns, vor allem was das Essen anging. Mit dem Verlassen Deutschlands legten wir auch gleichzeitig unsere alten Essgewohnheiten ab. Auf unserer Reise mussten wir uns damit abfinden, dass wir nicht immer wussten, was wir bei den Mahlzeiten vor uns hatten. Dennoch ließen wir uns auf das Neue ein und entdeckten eine Vorliebe für die japanische Küche. Neben dem stereotypischen Sushi und Fisch probierten wir auch Okonomiyaki, Onigiri und Nudelgerichte wie Ramen, Soumen oder auch Soba-Nudeln, die wir sogar selber herstellen durften.

Auch Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Tempel, Schreine, japanische Gärten und Naturwunder standen auf dem Programm. Wir besuchten die Marouka-Burg der Stadt Sakai, die Toujinbo-Steilküste in Fukui und den Kenrokuen-Garten in Kanazawa. Zudem lernten wir das traditionelle Baden in den heißen Quellen der Onzen zu schätzen.

Ein besonderes Highlight unserer Reise war das Badminton spielen mit der Sportjugend der Präfektur Niigata. deren Leader einige bereits aus der IN-Maßnahme (zum Beispiel Kanako, Asuka, Lisa oder Miyuki um einige zu nennen) aus dem Jahr davor kannten. Neben dem hohen Niveau derjapanischen Sportler waren wir auch von deren Teamgeist stark beeindruckt, von dem wir sicherlich noch sehr viel lernen könnten. Im Nachhinein sind wir alle sehrfroh, diese Reise miterlebt zu haben. Wir haben viele Erfahrungen gesammelt und Freundschaften geschlossen.

Der Austausch wird mit Mitteln aus dem KJP des bmfslj gefördert. Danke dafür.